Buch der Woche 04.07.2011 – 10.07.2011

Titel: Mobile
Autor: Andreas Richter
Verlag: Achilla Presse
Umfang: 246 Seiten
ISBN: 3928398563
Preis: 18,00 Euro

Zum Inhalt:

Joachim Netzner ist ein Mann, der alles hat: Einen guten, geldbringenden Job mit Aufstiegsmöglichkeiten, eine bezaubernde Ehefrau und zwei Kinder. Das Familienleben ist harmonisch und ungetrübt. Als Joachim’s Mutter verstirbt muss er den Haushalt der alten Frau auflösen. Dabei stößt er auf einige Dinge aus seiner Kindheit, worunter sich auch ein Mobile befindet. Dieses Babyspielzeug hatte er damals mit seinem Freund Michael Wohlert aus einen Laden entwendet, in dem vorher eine Diebesbande eingebrochen war. Ohne lange zu überlegen, hängt er das Mobile über die Schalfstatt seines Sohnes Daniel. Doch etwas stimmt mit dem Holzgebilde, dass lustige Kreise über dem Bett des Kleinkindes dreht, nicht. Joachim’s Sohn wird immer unruhiger oder schreckt aus dem Schlaf auf und kann sich nicht mehr beruhigen. Diese Zustände werden immer schlimmer, doch können weder Ärzte noch Speziallisten helfen. Eines Tages beobachtet Joachim, dass die Figuren des Mobile’s immer mehr an Farbe verlieren und zusehends verblassen. Einhergehend mit diesem unheimlichen Vorgang verschlechtert sich der Zustand von Daniel. Um Licht in die dunklen Vorgänge um des Mobile zu bringen, sucht Joachim seinen alten Freund Michael auf. Doch der hat sich in den langen Jahren sehr verändert. Nach langen Gesprächen und Diskussionen machen sich die beiden Männer auf, dass Rätsel zu lösen. Ein Rätsel, dass die beiden jedoch mehr, als nur Nerven kosten wird.

Drüber geschaut:

„Mobile“ ist – entgegen der Bezeichnung „Thriller“, die man auf den Cover finden kann – ein unheimlich-phantastischer Roman. Nachdem Joachim Netzner ein Spielzeug, dass er in Jugendtagen aus einem Laden gestohlen hat, über das Bett seines Sohnes hängt, legt sich Unheil über die Familienidylle. Seinen Sohn Daniel geht es plötzlich immer schlechter und bald ist das Mobile als Ursache ausgemacht, dass sich scheinbar langsam der Lebensenergie des Kleinkindes bemächtigt. Um seinen Sohn zu retten, setzt er sich mit seinem Freund aus Kindertagen – Michael Wohlert – in Verbindung. Bei einem Treffen stellt sich heraus, dass Michael nicht mehr der Alte ist. Nachdem spurlosen Verschwinden seines kleinen Bruders brach auch seine Familie langsam auseinander. Schuld daran war ebenfalls ein gestohlenes Spielzeug aus besagtem Laden. Zusammen versuchen die beiden Männer das Rätsel um die gefährlichen Spielsachen zu lösen. Ein Vorhaben was sie letztendlich nach Großbritannien führt, wo sie einen Mann begegnen, der der Teufel persönlich zu sein scheint.

Die große Stärke dieses Romans ist sein Thema. Hier geht es um das Wohl eines Kindes und der Bewahrung der Familienfriedens. Niemand dürfte das kalt lassen. Der Autor schildert durchaus überzeugen die Verzweiflung und Zerrissenheit der Protagonisten, welche der Leser förmlich zu schmecken vermag. Hinzu kommt der Faktor des Übernatürlichen, der schwer greifbar bleib und dadurch die Atmosphäre noch mehr verdüstert. Leider kann der Autor diese Wirkung nicht oft halten. Vor allem die Szenen und Dialoge zwischen den Protagonisten zerstören oftmals das unheilschwangere Fluidum, da sie sich in ihrer Form oft wiederholen, hölzern und infantiel wirken. Und auch der Abschluss der Geschichte kann nicht überzeugen – zu schnell und nichtssagen wird er abgehandelt, als wäre dem Autor auf den letzten Metern der Zielgeraden die Puste ausgegangen.

Fazit:

Die Geschichte an sich kann durchaus überzeugen und weist Momente auf, die einem schaudern lassen. Doch besagte Schwächen nehmen ihr ein großes Stück an Reiz. „Mobile“ ist ein Roman , der sich vor allem zur Lektüre für Zwischendurch eignet und dem Leser an ein paar markanten Momenten gefallen finden lässt. Ein Meisterwerk sollte man jedoch nicht erwarten.

Bild- und Inhaltsquelle: Achilla Presse

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Ein Gedanke zu “Buch der Woche 04.07.2011 – 10.07.2011

  1. Anonymous Oktober 10, 2011 / 4:42 pm

    Vielen Dank, der Autor bedankt sich für die nette Rezi.

    Beste Grüße, Andreas Richter

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